Hilfe bei Depressionen

Die Depression ist eine psychische Störung, die jedoch nicht immer auch psychisch bedingt sein muss. Die Diagnose "Depression" wird in den letzten Jahren immer häufiger gestellt. Experten diskutieren, ob mehr Menschen depressiv werden, ob Ärzte inzwischen besser in der Lage sind, eine Depression bei ihren Patienten zu erkennen, oder ob es andere Erklärungen dafür gibt. 

 

Psychiater kategorisieren Depressionen nach ihrem Schweregrad und nach der Symptomatik. Depressionen äußern sich individuell: Sie sind charakterisiert durch verschiedene Haupt- und Zusatzsymptome. Je mehr dieser Symptome vorliegen, als umso schwerer wird die Depression eingestuft.

 

Als Hauptsymptome gelten gedrückte Stimmung, Verlust der Interessen und Antriebsmangel. Zusatzsymptome können sein: gestörte Konzentration, Appetitlosigkeit, Gefühle von Schuld, Hoffnungslosigkeit und Minderwertigkeit. Auch Schlafstörungen stehen auf der Liste, wobei besonders das verfrühte morgendliche Erwachen als Hinweis auf eine Depression gesehen wird. Einige Forscher werten Schlafstörungen als wesentliches Symptom und meinen, dass ein Mensch, der keine Schlafstörungen hat, auch keine Depression haben könne.

 

Die moderne Forschung rückt den Umstand in den Mittelpunkt, dass Depression und Zeichen chronischer Entzündung gehäuft zusammen auftreten. Einige Behandlungsansätze basieren auf dem Umkehrschluss, der sich daraus ziehen lässt: Das erfolgreiche Bekämpfen einer chronischen Entzündung müsste demnach zumindest bei einem Teil der Betroffenen zum Verschwinden der Depression führen. 

 

Üblicherweise behandelt man die Symptome einer Depression durch eine Kombination von Medikamenten und Psychotherapie. Leider gibt es immer wieder Fälle, in denen diese Kombination nicht zu einer Heilung führt. In diesen Fällen kann es weiterhelfen, sich auf diese neue Sichtweise einzulassen. Das bedeutet im ersten Schritt, nachzuforschen, ob eine chronische Entzündung vorliegt.

 

Wenn ja, gibt es eine Reihe von Methoden, mit denen man eine Beeinflussung der Entzündung versuchen kann. Als Verursacher von chronischen Entzündungen kommen alle Reize in Frage, die in der Lage sind, das Immunsystem anzusprechen. Dazu zählen Schicksalsschläge genauso wie Krankheitserreger oder Gifte in der Atemluft und in der Nahrung, um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Bei leichten Depressionen kann man mit diesen einfachen Mitteln vorgehen, in schweren Fällen begleitend zu ärztlicher Behandlung. Für die Beurteilung der Effektivität solcher Maßnahmen sollte man eine genügend lange Beobachtungszeit veranschlagen, denn in der Regel entwickelt eine Depression sich über einen längeren Zeitraum und braucht auch einige Zeit, um sich zurückzubilden.